Veranstaltungen : Mega-Wochenende – Meisterschaft bis Mayday

New Model Army spielen bei Rock in den Ruinen. Foto: Sebastian Konopka / WAZ FotoPool
Dortmund. Das wird ein Wahnsinns-Wochenende. Mit drei Großveranstaltungen, ebenso vielen Premieren und jeder Menge Tänzen in den Mai. Das ganze garniert der BVB womöglich mit der Mai-Meisterschaft. Dortmunds Mega-Mai-Start im Überblick.
Das gab’s noch nie: Rock in den Ruinen steigt zur 18. Auflage erstmals auf Phoenix-West, bis zu 10 000 rocken dort in den Mai. Mit dabei sind Clawfinger (20.30 Uhr) und New Model Army (22.20 Uhr) als Zugpferde. Doch wie es Tradition ist, sind auch Nachwuchs-Rocker wie Mike Zero aus Dortmund dabei. Die ersten Bands spielen schon ab 12.30 Uhr (Eintritt: 13 Euro). Wegen des BVB-Spiels am Nachmittag fährt die Linie U 49 zwischen 17 und 19 Uhr nur alle 20 Minuten, daher empfiehlt sich die U41 bis Hörde Bahnhof, die auch nachts häufiger fährt.
Apropos Borussia Dortmund: Wenn deren Spiel gegen Nürnberg um 17.15 Uhr abgepfiffen wird, könnten alle Dämme brechen. Denn die Meisterschaft ist am Samstag möglich. In diesem Fall dürften alle weiteren Festivitäten einen schwarz-gelben Anstrich erhalten: Zuallererst die Mayday, wenn die 80 000 Fußball- auf die 25 000 Techno-Jünger treffen. Denn gleich neben dem Stadion in der Westfalenhalle steigt zum 20. Mal die Mayday, Deutschlands größter Indoor-Rave unter anderen mit den DJs Paul van Dyk, Sven Väth und Westbam (Einlass ab 18 Uhr, Eintritt 61 Euro).
Soweit die Massenveranstaltungen, doch auch die Maifeiern im kleineren Rahmen haben es in sich: U-Turm und FZW tanzen erstmals Hand in Hand (Eintritt 11 Euro): Auf drei Floors im FZW – Rock, Alternativ, Funk – sowie auf zwei Ebenen im benachbarten U-Turm (Disco, Hip Hop) wird der Mai begrüßt.
Ganz neu ist ein Club im Westfalenpark, das Daddy Blatzheim. Benannt nach dem Kölner Großgastronom, der mit Romy Schneiders Mutter Magda liiert war, eröffnet der Club am Samstag um 23 Uhr sein Parkett. An den Plattentellern wirken die DJ’s Carsten Helmich, Ingo Sänger und Larse.
Und sonst? Bei der VJ-Convention wird nicht getanzt, die Musik begleitet dafür Installationen von Visual-Jockeys (VJ) auf Großleinwand (20 Uhr, DEW, Ostwall 51, 8 €).
Reggae bietet das Tanzcafé Hösl, während die Großmarktschänke sich unter Soul-, Funk- und Latin-Klängen zum Cosmotopia verwandelt. Das ist natürlich nur eine Auswahl – keine Disko verzichtet auf den klassischen Tanz in den Mai.
Nach dem Tanz, so die feste Ordnung zum Beginn des Wonnemonats, wird’s politisch. Der DGB zieht am 1. Mai um 11 Uhr vom Theatervorplatz in den Westfalenpark zur Maikundgebung, woran sich ein Familienfest anschließt.
Wer all das nicht mag, erfreut sich vielleicht am Hansefrühling. Rund um die Reinoldikirche werden Samstag und Sonntag 40 000 Besucher erwartet. Kurz: In Dortmund ist jede Menge los!


